Trotz strenger Corona Beschränken haben sich Stefan Eggers und Rüdiger Mengel dazu entschlossen, dass Sommerseminar des Jagdkurses Segeberg auf dem IPSC Schießstand der Polizei-Schießgruppe in Burg durchzuführen. Wildunfälle und Fangschüsse kennen schließlich keine Pandemie. Allerdings musste die Teilnehmerzahl auf 10 Personen reduziert werden, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Das Seminar spricht (Jung-) Jägerinnen und (Jung-) Jäger an, die erlernen möchten, wie man mit einer Kurzwaffe umgeht und waidmännisch Wild mit Pistole oder Revolver abfängt. Dafür hatte Rüdiger den Kellerschießstand wieder bestens vorbereit und realistische  Szenarien aufgebaut. Bei den sommerlichen Temperaturen war der Schießkeller übrigens ein sehr angenehmer Ort. 
 
Vorm Schießen gab’s aber etwas Theorie. Vermittelt wurden die nötigen technischen und waffenrechtlichen Kenntnisse zu Kurzwaffen, deren Munition, sowie das richtige Führen von Kurzwaffen, wichtige rechtliche Hintergründe und Verhaltensweisen am Unfallort, sowie der Stressbewältigung. Rüdiger Mengel, Polizeibeamter a.D. hat dazu mit einigen Anekdoten aus seinem Berufsleben beigetragen. Nach der JS-Kontrolle und Sicherheitsbelehrung ging es mit Gehörschutz, Schutzbrille und Warnweste auf den Schießstand. 
 
Als Einführung stellte Rüdiger diverse Anschläge zur richtigen Haltung vor. Anschließend konnte jeder seine Fähigkeiten auf 10m selbst testen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die zum Erfolg führen, wie einige TN schnell heraus fanden. Alle Teilnehmer zeigten übrigens die nötige Disziplin und Respekt. Danke dafür! Bei kurzer Pause mit Kaffee und hausgemachten Erdbeerkuchen wurden die ersten Eindrücke ausgetauscht. Aber keine Zeit verlieren, der Schießstand lockte. Als erstes sollte ein kranker Frischling bei Tageslicht im Eichendickicht, unter Berücksichtigung aller Sicherheitsanweisungen erlöst werden. Die TN konnten hier selbst bestimmen, wo sie den Treffer abringen wollen. Am Ende waren sich alle einig, dass der Schuss in die Kammer der sicherste ist. Am Ende lag der kleine Keiler bei allen Jägern in waidgerechter Manier.
Sehr gut!
 
Das Highlight war aber sicher für alle ein kranker Keiler, der hinter einer Dickung immer wieder zur Flucht aufmachte. Diese Übung wurde unter Stress im Dunkeln mit Blaulicht im Hintergrund und Taschenlampe in der Hand absolviert. Auch hier zeigten die TN die nötige Sicherheit und belegten die Übung mit sehr guten Treffern. Jeder legt seine Grenzen für sich selbst fest. Es geht in diesem Seminar keineswegs um gute Ergebnisse oder Punkte, sondern ganz einfach darum, den sinnvollen Einsatz der Kurzwaffe zu vermitteln. 
 
Damit endete dann auch der offizielle Teil.
 
Wir wünschen allen Teilnehmern viel Waidmannsheil, eine sichere Hand und natürlich viel Gesundheit und freuen uns bereits auf das Fangschußseminar 2021
 
Stefan Eggers
 
 
 
 
 
 
   

Waldgeräusche  

   
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